leere Straende

2020 – Die zerstörte Wirtschaft

Leere Hotels, leere Strände, leere Cafes, leere Bars und leere Tavernen. Viele Betriebe stehen vor dem Aus, auch in Griechenland. Das krisengeschüttelte Griechenland, rutscht in das nächste Dilemma.

Nach der Wirtschaftskrise hinterlässt die COVID-19 Krise ihre eindeutigen Spuren. Die antiken Stätten, Gastronomie- und Tourismusbetriebe wie Campingplätze und Hotels öffnen zwar wieder, teilweise und zaghaft, doch die meisten Lokalitäten stehen leer. Viele internationale und europäische Gäste haben wohl ihren Urlaub in Griechenland für heuer schon storniert.

Leere Flughafenhalle Kalamata

Mittlerweile landen die ersten Flüge wieder in Griechenland, allerdings nur auf den grossen Flughäfen in Athen und Thessaloniki. Von dort kommt man dann nur mit Inlandsflügen bzw. anderen Transferarten weiter und nur wenn man zuvor negativ auf COVID-19 getestet wurde oder sich einer obligatorischen Quarantäne unterzieht.

Der panhellenische Fährverkehr wurde wieder aufgenommen, der Transfer zwischen Griechenland und Italien ist noch dem Warenverkehr vorbehalten, soll aber mit Juli wieder aufgenommen werden. Selbiges gilt auch für den internationalen Flugverkehr auf die kleineren Flughäfen.

Vereinzelt wagen sich Griechen aus den grossen Städten ans Meer. Einige haben ihr eigenes Häuschen am Land, andere noch genügend Geld auf der Seite, damit sie sich einen Aufenthalt über die Pfingstferien an einem der leeren Strände leisten können.

Das gute daran, die Griechen sind die Krise gewohnt und wer (wirtschaftlich) nicht so hoch steht, kann auch nicht so tief fallen.

leere Hotelanlagen und leere Meeresstrände

Doch gerade grössere Hotel- und Urlaubsanlagen in den bekannten Feriendomizilen auf den Inseln kämpfen um das Überleben, denn die Sommersaison hätte ja eigentlich schon begonnen. Normalerweise tummeln sich vor allem Pensionisten, kinderlose Singles und Pärchen oder Jungfamilien mit Kleinkindern schon ab Ende Mai / Anfang Juni an den Mittelmeerstränden. Doch heuer macht Allen, also sowohl den Urlaubern als auch den Tourismusbetrieben, der Coronavirus einen Strich durch die Rechnung.

Diejenigen jedoch, die mit harten Auflagen wie negativem COVID-19-Test und Mundnasenschutz sowie eventueller zusätzlicher Quarantäne den Weg nach Griechenland geschafft haben, stört das natürlich wenig. Sie haben die noch leeren Strände und Lokale für sich alleine.

COVID-19
COVID-19

Doch hört man auch beängstigende Nachrichten in diesen Tagen: Während Griechenland bisher – aus welchen Gründen auch immer – von den Infektionsraten eher begünstigt schien, steigen die Zahlen der Erkrankungen seit der Öffnung der Flüge aus dem Ausland an. Mit den Zahlen steigt auch die Angst vieler – vor allem auf den bisher verschonten Inseln, sich durch die Öffnung für den Tourismus den Virus ins Land bzw. auf die Insel zu holen. Deshalb mehren sich auch schon die Stimmen, die eine erneute Schliessung fordern.

Ein grosses Problem dabei dürfte die zunehmende Anzahl der COVID-19-Tests und deren Spezifität sein. Gerade bei niedrigen Infektionszahlen haben sie eine hohe Fehlerrate. Bei einer bekannten Spezifität von 95% werden so in einem Flugzeug mit 200 Fluggästen etwa 10 falsch positiv getestet. Was das sowohl für die Betroffenen als auch die anderen Passagiere sowie die Tourismusbetriebe bedeutet, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.