COVID-19

Corona update

Seit der 30. Kalenderwoche ist in Griechenland in allen Innenräumen von Geschäften wieder Maskenpflicht! Die Infektionszahlen steigen stark an.

Nicht nur die Kellner in Restaurants und an den Strandbar kämpfen bei Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad unter ihren Gesichtsmasken mit der Hitze. Seit der letzten Juli-Woche müssen alle Menschen die in Innenräume von Geschäften, egal ob Bäckerein, Boutiquen, Supermärkte oder Einkaufszentren gehen, den Mundnasenschutz tragen.

Schnell machen Gerüchte die Runde, dass es Ende August zu einem Lockdown kommen soll, welche umgehend von der Regierung bestritten und deren Verbreitung unter Strafe gestellt werden. Wenige Tage später wurden die Sperrstunden der Gastronomischen Betriebe auf 23:00 Uhr gesetzt, was die oben erwähnten Gerüchte wieder aufflammen liessen.

Einen Grund dafür sehen viele Griechen anfangs nicht, doch hörte man Munkeln, dass sich vor allem mitteleuropäische Urlauber über den „laschen Umgang“ der Griechen mit der Pandemie aufgeregt haben sollen und so die griechische Regierung unter Zugzwang gestanden ist.

Auch die beliebten Feierlichkeiten zu einem der höchsten Feiertage, Maria Himmelfahrt am 15. August leiden wie jene zu Ostern unter den Vorgaben der Regierung und dürfen nicht wie gewohnt abgehalten werden. Die beliebten Umzüge wurden landesweit untersagt.

Mit 17. August wurden die Sicherheitsvorkehrungen weiter verschärft. Zahlreiche Lokale wurden schon vorher wegen Nichteinhaltung der Vorschriften geschlossen. Vor allem Reiserückkehrer werden auf die Gefahren einer weiteren Verbreitung hingewiesen.

Mittlerweile sind viele Griechen überzeugt, dass vor allem die Xenos also die Fremden, sprich die Touristen aus dem Ausland für den Anstieg der Infektionszahlen verantwortlich sind. Nach der Öffnung der griechischen Grenzen für den Sommertourismus hatten schon vorher viele Griechen die Angst, dass das bisher von der Pandemie verschonte Land am ägäischen Meer durch importierte Infektionen gefährdet sein könnte. Es ist also sichtlich der Umkehrschluss dessen, was man in vielen mitteleuropäischen Ländern hört, wo eher davon ausgegangen wird, dass die Urlauber den Virus als Urlaubsmitbringsel einführen.

Hier wie da sieht man eher keinen Zusammenhang damit, dass seit den letzten Wochen wesentlich mehr getestet wird als zuvor.

Durch die Situation mit Corona ist der Auslandstourimus für den Sommer 2020 allerdings ohnehin stark zurück gegangen. Nachwievor werden bei der Einreise in Griechenland immer wieder strenge Kontrollen vorgenommen. Zum einen sind befahrbare Grenzübergänge in der Regel nur für den Warenverkehr geöffnet, zum anderen werden bei der Einreise über den Luft- und den Seeweg sporadisch Coronatest gemacht und muss auch eine Quarantäne von sieben bis 14 Tagen eingehalten werden.

Seit neuestem werden auch Griechen im Inlandsreiseverkehr bei ihrer Rückkehr von einer der vielen Inseln nach Athen auf Corona getestet und die Zahlen steigen. Viele sieht man jetzt auch allein im Auto sitzend bei offenem Fenster mit Maske. Einige tragen sogar die Maske am Strand.

Durch die neu eingeführte Maskenpflicht hat sich auch die Verschmutzung der Strände wieder verschärft, da neben den obligat gleich vor Ort entsorgten CoffeeToGo Becher und Wasserflaschen aus Plastik jetzt auch wieder vermehrt Einwegmasken mischen.